Aktuelle Situation in Nepal

Nach dem verheerenden Erdbeben am 25. April wurden unglaubliche Energien freigesetzt, das Land und die Menschen in ihrer verzweifelten Situationzu unterstützen. Vertretern von allen großen Hilfsorganisationen flogen sofort nach Nepal, Plastikplanen und Bambusstangen wurden verteilt um Notunterkünfte zu bauen und medizinische Healthcamps in Dörfern organisiert.

Auch wir flogen direkt nach Nepal und gemeinsam mit unserem nepalesischen Team versuchten wir sovielen Menschen wie möglich innerhalb der ersten Zeit nach dem Beben zu helfen. Alles wurde daran gesetzt den Menschen eine Unterkunft vor dem drohenden Monsun zu erstellen.

Der Monsun dauerte lange und war mit unzähligen Erdrutschen ebenso zerstörerisch.

Ende September war der Monsun endlich zu Ende, die Tage wurden wieder sonnig und warm,  endlich hätte man mit dem Aufbau der Häuser beginnen können.

Aber das Land kommt nicht zur Ruhe. 

Am 20. September verkündet die nepalesische Regierung die neue Verfassung des Landes.

Vor allem im Süden des Landes gibt es große Demonstrationen und Ausschreitungen der Minderheiten, die gegen die neue Verfassung von Nepal sind.

Nach Meinung vieler politischer Gruppierungen sind die Rechte von ethnischen Minderheiten nicht fest genug verankert. Die Minderheit der Madhesi, die immerhin 30% der nepalesischen Bevölkerung ausmacht, hat weiterhin keine Bürgerrechte. So können sie weiterhin keinen Personalausweis beantragen, noch studieren, noch mit einem Reisepass das Land verlassen.

So kommt es vor allem im Westen und Süden des Landes zu Demonstrationen, Generalstreiks und Ausgangssperren.

Indien, das im Süden an Nepal angrenzt, hat Ende Spetember beschlossen, weder Gas noch Benzin weiter an Nepal auszuliefern und alle Handelswege nach Nepal zu blockieren.

Die Schlangen an den Tankstellen sind kilometerlang, die Menschen warten bis zu 20 Stunden darauf, 3 Liter pro Woche pro Motorrad und 10 Liter pro Woche für ein Auto zu tanken.

Es gibt weitreichende Auswirkungen: Obst und Gemüsepreise steigen täglich, Speiseöl und Salz wird knapp,  Restaurants schliessen, da sie nicht mehr genügend Gas zum Kochen haben un dier Wiederaufbau ist komplett zum Stillstand gekommen, da die Menschen keine Möglichkeit haben, Baumaterialien in die Dörfer zu transportieren.

Krankenhäuser können in den Stunden,  in denen Stromausfall ist (derzeit täglich fast bis zu 10 Stunden) nicht operieren, da sie kein Diesel haben, um Notstromgeeratoren anzuschließen. Ebenso werden die Medikamente knapp.

Der Wiederaufbau ist komplett zum Stillstand gekommen, da die Menschen keinerlei Möglichkeit haben, Baumaterialien in die Dörfer zu transportieren und durch den starken Wintereinbruch erfrieren und verhungern nun die Menschen in den Dörfern.

Die Situation ist komplett auswegslos und weder die indische noch die nepalesische Regierung finden derzeit einen Kompromiß.

 

Wir möchten nicht tatenlos zusehen und so hat unser Freund und Mitglied des Vereins, Dr. Fred Prünte eine Petition auf Change.org gestartet.

Bitte helft uns mit, diese Situation an die Öffentlichkeit zu bringen indem Ihr die Petition unterstützt!

http://www.change.org/p/indische-regierung-stoppt-die-blockade-durch-indien-in-nepal

Dankt Euch, Danyaabaad!

 

 

Ganesh Nepalhilfe e. V.  |  OLPKETALSTRASSE 63  |  D-44229 DORTMUND  |  TEL. +49 231 16 37 54  |  info@ganesh-nepalhilfe.org IMPRESSUM