Gesundheitswesen

Das Gesundheitssystem Nepals ist unzulänglich und insbesondere außerhalb des Kathmandutals in einem katastrophalen Zustand.
Im Kathmandutal selbst gibt es zwar Krankenhäuser (ca. 50), diese sind jedoch meist schlecht ausgestattet.
Auch  die Pflege und Nachsorge ist mangelhaft.
Da es keine Krankenversicherung gibt, ist jede Behandlung kostenpflichtig und im Voraus zu bezahlen.

Laut WHO werden pro Jahr insgesamt für das Gesundheitswesen ca. 17 Euro pro Einwohner ausgegeben. Davon stammen 64,7%, d.h. ca. € 11,00, von Nichtregierungsorganisationen, 35,3% werden von der Regierung zur Verfügung gestellt, d.h. € 6,00 pro Einwohner
Gemäß WHO kommt auf mehr als 5.000 Einwohner ein Arzt, auf mehr als 80.000 Einwohner ein Zahnarzt. Die meisten arbeiten zentral in Kathmandu.

Nicht vorhanden ist ein dezentrales Gesundheitssystem mit funktionsfähigen Ambulanzen oder Landärzten in den entlegenen Dörfern.
Die Nepalesen haben eine der niedrigsten Lebenserwartung in Asien, mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 67,5 Jahren liegt Nepal in der Weltstatistik auf Platz 138 von  169 erfassten Ländern. In Deutschland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung auf Platz 10 derzeit bei 80,02 Jahren.
16% der nepalesischen Bevölkerung ist unterernährt, und bei fast der Hälfte der an Unterernährung leidenden nepalesischen Kinder kommt es zu körperlichen und geistigen Behinderungen.
Bis vor einigen Jahren konnten Kinder und Erwachsene mit Beeinträchtigungen meistim Familienverbund geschützt und mitversorgt werden. Durch die Arbeitsaufnahme im Ausland sind jedoch viele Familienverbände getrennt worden, und die Versorgung von behinderten Familienmitgliedern ist in den Dörfern fast unmöglich geworden.

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